GQ entdeckt Weblogs
In der September-Ausgabe der deutschen GQ findet sich ein Artikel über Sexblogs. Neben den üblichen Verdächtigen wie fleshbot.com und belledejour.co.uk werden auch die deutsche belle (neuerdings auf antville) und Herr fry erwähnt:
“Auch den deutschen Bloggern haben die amerikanischen Vorbilder Mut gemacht. Auf belledejour.antville.org teilt eine 30-jährige Berlinerin, die sich Anne nennt, ihre Liebesabenteuer mit der Netzgemeinde. Die Authentizität der hervorragend geschriebenen Texte ist zwar fragwürdig, gerüchtehalber stammen sie vom Schriftsteller Don Dahlmann, einem der fleißigsten deutschen Blogger, aber selbst wenn Anne so nicht existiert: Niveauvollere und klügere Texte über Sex als in ihrem Internettagebuch hat man lange nicht gelesen. Man kann es sich ein wenig wie Sex in the City vorstellen, wobei Carrie im Vergleich zu Anne ein prüdes und devotes Mäuschen ist. Und auch ein männliches Pendant gibt es schon, ebenfalls 30, ebenfalls aus Berlin, der seine Erlebnisse unter schmuddelblog.blogger.de erzählt. “Texte über Sex und den ganzen Rest” lautet der Untertitel des ganz und gar nicht schmuddeligen Blogs. Es ist der Rest, der den Unterschied macht.”
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Sexgeschichten haben schon dem Buchdruck zum Durchbruch verholfen, den Tauschbörsen und jetzt auch den Blogs. Naked personal news.
Ja, Sex und P0rn sells. Aber das hier:
»Niveauvollere und klügere Texte über Sex als in ihrem Internettagebuch hat man lange nicht gelesen«
ist doch Schmus. Belledejour schreibt offen, vielleicht auch ehrlich, aber niveauvoll? Und ganz sicher nich klug. GQ halt, die haben eine andere Definition von Intelligenz.
Das nenne ich innovativ! Rezensierende Medien bashen, bevor sie auch nur die Chance haben, am roten Verrissknopf rumzuspielen. Ein Blogerstschlag.
Due darfst Dich ab sofort Pershing II nennen ;-)
bashing ohne Rücksicht auf Verluste bzw. aus mangelnder Weitsicht und Rücksichtnahme auf die Konsequenzen. Aber egal, viel Feind viel Ehr :-)
(Verdammt, was habe ich mir/uns da eingebrockt? Egal. Ich übernehme die volle Verantwortung)
Jetzt werden wir ja sehen, ob das Gerücht stimmt, dass bei der GQ die Texte von einem Programm ohne Lesemodul entworfen werden.